Permakultur (Wikipedia-Definition)
“Permakultur ist ökologische Lebensraumgestaltung im weitesten Sinne – von der Auswahl der Permakulturprinzipien als Planungsgrundlage für die gestalterische Beschäftigung im Garten/ in der Landwirtschaft und in der Architektur bis zum Aufbau von dauerhaften menschlichen Gemeinschaften. Im Herzen von Permakultur liegt der elementare Wunsch, das zu tun, was wir für das Richtige halten und das Teil der Lösung ist, nicht des Problems. Mit anderen Worten: Ein Ethikverständnis. Die Ethik der Permakultur ist mit folgenden drei Prinzipien erklärbar:
> Achtsamkeit im Umgang mit der Erde (Earthcare)
> Sorgsamkeit im Zusammenleben mit anderen Menschen (Peoplecare)
> Gerechtes Teilen (Fair Shares)
(Whitefield, Patrick: The Earth Care Manual. Permanent Publications. Hampshire, 2007)
Permakultur ist eine konstruktive konkrete Möglichkeit, die jeder einzelne Mensch bei sich und aus innerem Antrieb heraus im persönlichen Lebensstil einbauen kann für einen ökologischen Fussabdruck <=1, für die Pflege von (zumindest einem grossen Stück) Unabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit betreffend persönlicher Lebensmittelversorgung, für die Garantie von qualitativ hervorragendem Essen + Trinken, für eine Renaissance des persönlichen Bezugs zur Natur und zum bedachten Handeln basierend auf obengenannter Ethik.
David Holmgren’s Permakultur-Blume
Der Permabauer Sepp Brunner. ORF-Reportage
(Vollversion in O-Ton, 2 Abspielqualitäten wählbar)
Der Mensch der “entwickelten” Gesellschaften (nach Vorbild der USA) ist der einzige Parasit, der aktiv daran arbeitet, seinen Wirt zu vernichten. Das ist nicht sonderlich intelligent.
“We Feed The World”
(Trailer auf WFTW-Website des Filmemachers Erwin Wagenhofer)
In der Basis, also aus der Bevölkerung heraus, wird sich das zu ändern beginnen; die einen werden es freiwillig und schnell tun (viele sind bereits auf dem Weg), die anderen etwas langsamer und mehr den Sachzwängen gehorchend. Ab einer bestimmten Grösse einer vorerst “grassroot-Bewegung”, wird die Veränderung auch in den “Führungs-”-Gremien von Politik + Wirtschaft aufgenommen werden.
Um auf diese Veränderungen einen positiven Einfluss zu nehmen (was in unserem höchstpersönlichen Interesse ist), braucht jede/ jeder Einzelne von uns “nur” im persönlichen Lebenstil einen Upgrade zu machen – je schneller, desto besser.

Joe Polaischer, Permakulturist mit Leib und Seele (Youtube-Vortrag in 5 Teilen à ca. 10 Minuten)
Permakultur bietet sehr überzeugende Ansätze dauerhafter ökologischer wie sozialer Lebensraumgestaltung im weitesten Sinne – für Land- wie StadtbewohnerInnen ungeachtet der Einkommens- und Wohnsituation. Weniger ist mehr… wenn man mal auf den Geschmack kommt, normalisiert sich der Stellenwert von Geld und man findet wieder mehr Zeit für sich, die Familie, Freunde – kurz: das Leben.

Der Urzeit-Code. Die ökologische Alternative zur umstrittenen Gen-Technologie (Google-Filmdokument)
Links
> Permakultur (Wikipedia) [die im Wikipedia-Artikel gelisteten Links sind auf lovos.org nicht nochmals aufgeführt]
> Permakulturwerkstatt (Innergreinhof Sepp + Margit Brunner)
> Permaculture Principles (Website von David Holmgren, Mitbegründer der „Permakultur“)
> Rainbow Valley Farm Joe + Trish Polaischer (Permakultur pur – leider in Neuseeland, also hauptsächlich für Zugvögel geeignet)
> Eco Gardens (sustainable garden design – gardens for the future)
> FRUCTUS (Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten)
> Plants for a Future (database with 7’000 „edible, medicinal and useful plants for a healthier world)
> Pro Specie Rara (Schweizerische Stiftung für die kulturhistorische und genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren)
> Einfälle statt Abfälle (preiswerte Tipps + Tricks für Selbstversorger & diy-Anwendungen bzgl. Wohnen & Ernährung)
Literatur
> Bell, Graham: Der Permakultur-Garten. Anbau in Harmonie mit der Natur. Pala. Darmstadt, 2003.
> Brunner, Sepp + Margit: Permakultur für alle. Harmonisch leben und einfach gärtnern im Einklang mit der Natur. Loewenzahn. Innsbruck-Bozen, 2007.
> Fukuoka, Masanobu: Der grosse Weg hat kein Tor. Nahrung – Anbau – Leben. Pala. Darmstadt, 1994.
> Fukuoka, Masanobu: Rückkehr zur Natur. Die Philosophie des natürlichen Anbaus. Pala. Darmstadt, 1998.
> Fukuoka, Masanobu: In Harmonie mit der Natur. Die Praxis des natürlichen Anbaus. Pala. Darmstadt, 1988.
> Kleber, Gerda + Eduard W.: Gärtnern im Biotop mit Mensch. Das praktische Permakultur- und Biogarten-Handbuch für
zukunftsfähiges Leben. OLV. Kevelaer, 1999, 2010.
> Heistinger, Andrea/ Arche Noah/ Pro Specie Rara (Hrsg.): Handbuch Samengärtnerei. Sorten erhalten. Vielfalt vermehren. Gemüse geniessen. loewenzahn verlag. Innsbruck. 2003.
> Hennig, Erhard: Geheimnisse der fruchtbaren Böden. Die Humuswirtschaft als Bewahrerin unserer natürlichen Lebensgrundlage. OLV. Xanten, 2002.
> Langerhorst, Jakobus: Mischkultur und naturgemässe Bodenpflege. NOI-Verlag. Klagenfurt, 1996.
> Langerhorst, Margarete: Meine Mischkulturen Praxis. Nach dem Vorbild der Natur. OLV. Xanten, 2003.
> Mollison, Bill: Handbuch der Permakultur. Österreichisches Institut für Ökopädagogik. Stainz, 2010.
> Rusch, Margit: Anders gärtnern. Permakultur-Elemente im Hausgarten. ökobuch. Staufen, 2012.
> Seymour, John: Das neue Buch vom Leben auf dem Lande. Ein praktisches Handbuch für Realisten und Träumer. Urania. Stuttgart.
> Seymour, John: Selbstversorgung aus dem Garten. Wie man seinen Garten natürlich bestellt und gesunde Nahrung erntet. Urania. Stuttgart.
> Thun, Maria: Gärtnern nach dem Mond mit Maria Thun. Aussaattage – Pflnzzeiten – Erntetage. Kosmos.
> Withefield, Patrick: Permakultur kurz & bündig. Schritte in eine ökologische Zukunft. OLV. Xanten, 2003.
> Whitefield, Patrick: Das grosse Handbuch Waldgarten. Biologischer Obst-, Gemüse, und Kräuteranbau auf mehreren Ebenen. OLV. Xanten, 2007.
> Whitefield, Patrick: The Earth Care Manual. A Permaculture Handbook for Britain and other Temperate Climates“. Permanent Publications. East Meon, Hampshire, 2007.